Das Bürgerbegehren "Rettet die Kudamm-Bühnen" im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf ist zustande gekommen. Das Bezirksamt teilte mit, dass die notwendige Zahl von 7138 gültigen Unterschriften erreicht wurde. Am Dienstag wolle es sich damit befassen.
Der Verein um Otfried Laur, Chef des Berliner Theaterclubs, verlangt die Erhaltung der Boulevardtheater im Originalzustand. Er hatte dafür bis Mitte August mehr als 9300 Unterschriften eingereicht. Allerdings hätte die Auszählung zu lange gedauert, kritisierte die Initiative. Vielleicht hätte es noch in diesem Jahr zum Bürgerentscheid kommen können.
Der irische Investor Ballymore plant, die Theatersäle für einen Umbau des Kudamm-Karrees abzureißen. Intendant Martin Woelffer soll in der dritten Etage eine neue Bühne mit Eingang unten am Kurfürstendamm erhalten. Architekt David Chipperfield will den Bezirkspolitikern neue Entwürfe vorstellen.
Aufgrund der eher schwachen Stellung der Bezirksverordnetenversammlungen haben auch Bürgerentscheide in Berlin oftmals unverbindlichen Charakter. Deswegen plädiert Mehr Demokratie auch dafür, die Rechtswirkung von Bürgerbegehren in Zukunft zu stärken. Zur Zeit berät das Abgeordnetenhaus über eine entsprechende Änderung des Bezirksverwaltungsgesetzes. Bei dem Bürgerbegehren zu den Ku’damm-Bühnen kommt allerdings noch erschwerend hinzu, dass auf einen privaten Investor Einfluss genommen wird, der in dieser Frage allerdings das letzte Wort hat.
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