Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an den Diskussionen um die Sanierung des Landwehrkanals ist ein Erfolg auf ganzer Linie. Sowohl finanziell als auch ökologisch kommt es dadurch zu erheblichen Einsparungen und Verbesserungen. Wurde zunächst 180 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln ausgegangen, konnte dies um mehr als 100 Millionen Euro auf 67 Millionen Euro nach unten korrigiert werden. Außerdem bleibt der Baumbestand an den Ufern erhalten.
Bürgerinnen und Bürger besetzten 2007 nach bereits angefangenen Reparaturarbeiten die Bäume am Maybachufer, was die bisher größte Mediation der Bundesrepublik einläutete. 25 Verbände, u.a. das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA), Bürgerinitiativen aus fünf Bezirken wie die Initiative „Bäume am Landwehrkanal“ und Umweltverbände verhandeln seitdem in nunmehr 39 Sitzungen über neue Methoden anstelle jener, die vom WSA vorgeschlagen wurden.
Die Sanierung wird ab 2014 durch naturerhaltende Steinaufschüttungen und die Nutzung des stabilisierenden Effekts der Baumwurzeln über 10 Jahre durchgeführt. Alle Seiten zeigen sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Auch nach Abschluss der Verhandlungen im Februar verspricht das WSA Transparenz und Offenheit gegenüber den Bürgern bei der Durchführung des Projekts. Dies ist ein erneuter Beweis, dass die intensivere Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger auch zu Kostenreduzierung führen kann.




