Der Berliner Landeselternausschuss Kindertagesstätten (LEAK) will ein neues Volksbegehren auf den Weg bringen. Bisher können Kinder von der 1.-4. Klasse im Hort und ab der 7. Klasse ganztags betreut werden. Für die Kinder der 5. und 6. Klasse gibt es jedoch keine Betreuungsangebote. Der LEAK will diese Lücke jetzt mit dem Volksbegehren schließen. Es gab bereits mehrere Anhörungen im Bildungsausschuss. Nach dem Vorsitzenden Burkhard Entrup führten diese Anhörungen jedoch zu nichts.
Das Volksbegehren möchte einen rechtsverbindlichen Anspruch auf einen Hortplatz für die Schüler erreichen. Außerdem sollen Erzieher und Lehrer gemeinsam Fortbildungen besuchen können, um das Berliner Bildungsprogramm umzusetzen. Weiterhin soll der Personalschlüssel angepasst werden. Bis 2002 war ein Erzieher für 16 Kinder zuständig, jetzt für 22. Der LEAK will erreichen, dass der alte Schlüssel wieder angewendet wird. Außerdem wird mehr Personal für Kinder mit Förderungsbedarf und ein subventioniertes Schulessen für die Kinder gefordert. Nach dem LEAK belaufen sich die Kosten der Umsetzung des Volksbegehrens etwa auf 74 Millionen Euro.
Breite Unterstützung erhält der Landeselternausschuss von der Bildungsexpertin Mieke Senftleben der FDP, Paul Schuknecht von der Vereinigung Berliner Schulleiter, der Gewerkschaft Erziehungswissenschaften (GEW) und von den Bildungsexperten der CDU und Grüne. Die SPD sieht Probleme bei den Kosten, die auf das Land zukommen.



